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ARTICLES > Druck machen


Technology:

Tintenstrahler vs. Laserdrucker

Druck machen
||| Oliver Weiss

Ein neuer Drucker ist immer wieder einmal fällig. Aber wie findet man sich zurecht im Gerätedschungel, worauf ist beim Kauf zu achten? Im folgenden Artikel wird ein wenig Licht ins Dunkel gebracht.
Ink Jet vs. Laser Printers: Looking for a new printer for your law firm? Should you go for laser technology, or stick to humdrum ink jets? Find out with this article.

 

I

 
Aus:
NJW-CoR Computerreport (C.H. Beck Verlag, August 1996)

>DOWNLOAD PDF

>BÜRO: Alles übers Faxen.

>ALLEIN IN NEW YORK: Mein Laptop wollte nicht mehr.

>GRUNDLAGEN: Wie funktioniert eigentlich ein Computer?

>METATAGS: Die Website bekannt machen.

m juristischen Büro muß der Drucker in erster Linie Texte für Korrespondenz, Schriftsätze usw. bewältigen. Wird er für Probeausdrucke eingesetzt, genügt ein einfacher Tintenstrahler, für Anforderungen wie hohem Seitenausstoß oder Dokumentenechtheit muß er leistungsfähiger sein. 

Die monatliche Druckleistung beschreibende statistische Zahlen können in die Irre führen: Ein auf monatlich 500 Seiten ausgelegter Drucker ist überfordert, wenn er die Gesamtmenge auf einmal zu bewältigen hat.

Die Rechnerumgebung ist nicht minder wichtig: Arbeitet man nur mit Windows oder auch mit Mac oder unter OS/2? Ist der Drucker für einen Einzelrechner gedacht oder für ein LAN (Local Area Network)?

Die Druckerinstallation im Netz gehört zu den heikelsten Computeraktivitäten; hier ist professioneller Rat von Nutzen. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Drucker ins Netz zu hängen: über die parallele Schnittstelle eines Netzwerkservers oder durch den Einbau einer eigenen Netzwerkkarte im Drucker.

 

Tintendrucker – Tintenspucker

Der günstige Anschaffungspreis und die gute Druckleistung und Qualität sichern dem Tintenstrahl-(Ink-Jet-)drucker den ersten Platz als Allrounddrucker für niedriges bis mittleres Druckaufkommen. Für Text ebenso geeignet wie für Grafik, kosten gute Ergebnisse allerdings viel Zeit und Geld: Die Ausgabe eines A4-Vollfarbbildes in Bestqualität auf Hochglanzpapier kann für den Preis von fünf Mark locker 20 Minuten in Anspruch nehmen.

Normale Textausdrucke sind bei Tintendrucken dagegen deutlich billiger als beim Laser. Tintenstrahler arbeiten entweder nach dem Bubble-Jet-(Dampfblasen-) oder dem Piezo-Druckverfahren. In beiden Realisierungen, die sich in der Qualität nichts nehmen, werden kleine Tintentröpfchen aus Düsen auf das Papier geschossen.

Kleines Druckerlexikon

Auflösung
Als Maß für die Dichte von Punkten (Pixeln) pro Zoll (dpi = "dots per inch") ist die Auflösungszahl ein entscheidendes Kriterium für die Druckqualität. Je größer die Auflösung, desto detailgetreuer und farbintensiver ist der Ausdruck, allerdings braucht er dafür auch länger. Eine Auflösung von 300 dpi ist für Grafiken ausreichend, für Texte sind inzwischen 600 dpi Standard.

Bubble-Jet-Drucker
Bei diesem Tintenstrahldruckverfahren wird die Tinte durch die Umwandlung von Hitze in Überdruck aufs Papier geschleudert. Der Druckkopf verschleißt rasch und wird mit der Patrone ausgewechselt. Die neue Gerätegeneration wartet mit stabileren separaten Köpfen auf.

Dokumentenechtheit
Diese lapidare Bezeichnung für die Eignung zur "Herstellung von Urschriften notarieller Urkunden" nach §§ 26 und 27 der Dienstordnung für Notare (DONot) ist von der Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bei Tintenstrahlern noch nicht festgestellt worden, im Unterschied zu den meisten Laserdruckern. Geprüft werden u.a. der Druckkontrast und die Lichtechtheit sowie die Manipulationsmöglichkeit beispielsweise durch Radieren. Als alterungsbeständig wurde noch kein Drucker erklärt; die BAM zeigt hier auch für längerfristig grundsätzliche Skepsis. Farbdrucker wurden bisher nicht getestet. Weitere Infos gibt’s unter Tel.: 0 30-81 04-0.

GDI-Drucker
Ohne die vom Rechner gelieferten Druckerdaten langwierig in eine eigene Seitenbeschreibungssprache zu übersetzen, drucken "Graphical-Device-Interface"-Geräte jede Datei auf direktem Weg. Da sie mit wenig eigenen elektronischen Steuerbauteilen auskommen, sind sie einerseits schnell und billig, andererseits aber gänzlich abhängig vom Windows.

Kantenglättung ("Smoothing")
Nicht nur duch sehr feinen Toner, sondern auch durch intelligente Verfahren zur Kantenglättung kann die Qualität gesteigert werden. Etliche Druckerhersteller entwickelten unter Namen wie RET (Resolution Enhancement Technology) Verfahren zur Glättung von Umrissen. Die Punkte werden dabei so gesetzt, daß Linien und Kurven keine Treppen bilden. Eine physikalische Auflösung von 360 dpi kann damit beispielsweise eine optische Auflösung von 720 dpi vortäuschen.

LAN
Ein "Local Area Network" ist ein System von mehreren Computern, die über Kabelverbindungen untereinander Informationen austauschen können.

Laserdrucker
Laserdrucker übertragen das zu druckende Bild auf eine magnetische Trommel, die an den geladenen Stellen Toner auf das Papier setzt. Hohe Qualität, Leistung und Robustheit haben bei diesen für Bürozwecke am besten geeigneten Geräten allerdings ihren Preis.

LED-Drucker
Drucker mit "Light-Emitting Diodes" funktionieren wie Laserdrucker, haben aber das Laserelement und andere teure Bauteile durch die kostengünstigeren Leuchtdioden ersetzt.

Nadel-(Matrix-)drucker
Bis vor wenigen Jahren State-of-the-Art, sind diese Drucker mit Nadeln und Farbband heute weitgehend aus den Büros verschwunden und kaum noch auf dem Markt erhältlich. Dank ihrer unschlagbaren Geschwindigkeit und ihrer Durchschlagfähigkeit finden sie weiterhin in Banken, Flughäfen usw. Verwendung.

Paralleler Druckerport
Parallele Schnittstellen (oder "Centronics Ports") – mit LPT1, LPT2 usw. bezeichnet – sind die am weitesten verbreiteten Druckeranschlüsse. Im Unterschied zu seriellen Schnittstellen (COM1, COM2 usw.), die jeweils nur ein Bit auf einmal übertragen, werden hier die Daten immer byteweise ("synchron") an den Drucker geschickt. Parallele Ports sind deshalb auch viel schneller als serielle.

Piezo-Drucker
Dieses aussterbende Tintenstrahldruckverfahren beruht auf der Umwandlung von mechanischem Druck in Überdruck ("piezein" = gr. "drücken, pressen"), der die Tinte aufs Papier schleudert. Da im Unterschied zum Bubble-Jet-Verfahren der Druckkopf nicht verschleißt, muß jeweils nur die Tintenpatrone ausgewechselt werden.

PCL
Die "Printer Command Language" ist die häufigste Druckerbefehlssprache bei Tinten- und Laserdruckern, die eine softwareunabhängige Kommunikation zwischen Rechner und Drucker ermöglicht. Ein PCL-Drucker setzt eine ganze Seite vor dem Ausdruck im internen Arbeitsspeicher zusammen.

PostScript
Adobe PostScript ist eine von vielen High-End-Laserdruckern verwendete Seitenbeschreibungssprache, die die für den Ausdruck einer Text- oder Grafikseite nötigen Druckinformationen beschreibt. Seine Geräte- und Betriebssystemunabhängigkeit ermöglicht es, eine Datei auf unterschiedlichen Druckermodellen identisch auszugeben. PostScript zeigt seine starken Seiten bei speziellen Layoutaufgaben und ist deshalb in professionellen Anwendungen unverzichtbar. Seine lmplementation setzt allerdings sehr leistungsfähige und teure Hardware voraus. Wenn man vorwiegend große Mengen Text ohne ausgefeilte Formatierungen druckt, reichen die Fähigkeiten einer PostScript-Emulation (-Nachbildung) wie PCL völlig aus.

Seitenbeschreibungssprache
Die für den Druck einer Seite notwendigen Informationen werden in einer vom Druckermodell abhängigen Befehlssprache (auch PDL = "Page Description Language" genannt) beschrieben. Jedes Gerät definiert Text- und Bildformate individuell: So wird etwa ein im Format einer HP-Laserdruckerseite erstellter DIN-A4-Brief nach Änderung in das HP-Tintenstrahlformat anders umbrochen und ausgedruckt.

Tintenstrahldrucker
Grafik und Text wird hier durch das Aufspritzen von Tinte aus winzigen Düsen auf Papier gebracht. Monochromdrucker sind für professionelle Zwecke wenig interessant, während die nur wenig teureren Farbdrucker auch bei Auflösungen von 300 dpi z.B. für Präsentationen sinnvoll eingesetzt werden können.

Treiber
Ein Druckertreiber ist das Software-Bindeglied zwischen der PC-Hardware auf der einen und dem Anwendungsprogramm und Betriebssystem auf der anderen Seite. Als "Wegbereiter" zur Kommunikation von Drucker und Computer bringt er die für den Druckvorgang wichtigen Informationen über Hardwarekonfiguration, Schnittstelle und Steuercodes in ein für den Drucker verständliches Format.

WPS-Drucker
Ähnlich wie GDI-Drucker arbeiten auch Drucker nach dem "Windows Printing System" mit rechnereigenen Ressourcen. Sie haben noch weniger Bauteile und sind entsprechend billig, dafür allerdings auch völlig unflexibel.

Bubble-Jet-
Verfahren:
Bei diesem am weitesten verbreiteten Hitze-Druckverfahren wird die in der Düse befindliche Tinte durch ein winziges Heizelement blitzschnell verdampft und durch den Überdruck der entstehenden Dampfblase auf das Papier geschleudert. Da der Druckkopf durch die hohen Temperaturschwankungen schnell verschleißt, ist er meist mit dem Tintenbehälter in einer Einwegpatrone integriert: Mit der Tinte wird zugleich auch der Kopf gewechselt. Einige Firmen bieten bei ihren neueren Modellen auch stabilere Zweifachsysteme mit separat auswechselbaren Tintenpatronen an.

Piezo-Verfahren: Hier wird eine elektrische Spannung an den mit der Düse verbundenen druckempfindlichen Wandler gelegt; durch den entstehenden Überdruck spritzt die Tinte auf das Papier. Da bei diesem Verfahren der Druckkopf nicht verschleißt, muß nur die als getrennte Einheit angebotene Patrone erneuert werden. Piezo-Drucker sind in der Anschaffung etwas teurer, im laufenden Betrieb allerdings günstiger als Bubble-Jets. Langfristig werden sie sich wohl nicht behaupten können: Nur noch Epson stellt heute Piezo-Drucker her.

 

Laserdrucker –
Gut und teuer

Laserdrucker haben sich als Standard-Bürodrucker durchgesetzt: Eine fotoempfindliche Trommel wird entsprechend der zeilenweise per Laserstrahl abgestasteten Druckvorlage belichtet und mit Toner beschichtet, der auf das Papier übertragen und anschließend durch Erhitzung fixiert wird. Einfache Monochrom-Laserdrucker (z.B. PCL-Drucker) bekommt man schon ab 250 Euro; Profigeräte können das Zehnfache kosten. Neben billigem Normalpapier können Etiketten und Folien bedruckt werden.

Wichtige Vorteile des Laserdruckers sind außer der sehr guten Qualität und der hohen Geschwindigkeit der niedrige Geräuschpegel, die gleichmäßige Farbverteilung auch über längere Pausen hinweg (beim Tintenstrahler trocknet in solchen Fällen die Tinte ein) und die sichere Papierführung (nach längerer Nutzung haben Tintenstrahler damit oft Probleme).

Interessiert man sich für professionellen Farbeinsatz, liefern Farblaserdrucker bei hohem Druckaufkommen die besten Resultate – wenigstens 10 000 Mark muß man dafür allerdings investieren. Grafiken werden bei Druckzeiten bis über eine Minute pro Seite in sehr guter Qualität wiedergegeben.

Billiger kommen LED-Drucker, die den teuren Laser durch eine Reihe feststehender Leuchtdioden ersetzen. Noch weniger kosten GDI- und WPS-Drucker, die die Druckerdaten nicht selbst in eine Seitenbeschreibungs-
sprache übersetzen, sondern die vom Rechner aufbereiteten Daten direkt als Punkte ausdrucken; bei entsprechender Rechnerleistung sind sie also sehr schnell. Der Haken: Sie sind vollkommen abhängig von Windows und in anderen Betriebssystemen nicht einsetzbar.

 

Schnelle Resultate

Die Drucker-
geschwindigkeit wird beim Kauf gerne vernachlässigt. Unüberlegtes Sparen kann sich längerfristig als Eigentor erweisen: Ewigkeiten auf einen Ausdruck zu warten kostet Zeit, Nerven und Geld. Grundsätzlich sind Tintenstrahler langsamer als Laserdrucker: Ausdrucke in Farbe können bei Grafiken bis zu 20 Minuten beanspruchen. Schwarzweißdrucke, inbesondere von Textdokumenten, sind wesentlich schneller, wenn der Drucker mit getrennten Patronen arbeitet.

Die Geschwindigkeit wird u.a. vom Druckerport, vom Treiber, vom Druckerspeicher und von den integrierten Druckerschriften bestimmt. Die Geschwindigkeits-
angaben der Hersteller beschreiben den Kopiermodus einer einzigen Musterbriefvorlage (der Grauert-Testbrief mit 5 % Schwärzungsanteil kommt in der Praxis ohnehin nicht oft vor) und können deshalb nur als Anhaltspunkte für die Geschwindigkeit beim weitaus häufigeren Fall des sukzessiven Ausdrucks verschiedener Dateien dienen.

Treiber: Für den Drucker macht es einen Unterschied, ob er unter Windows 3.1. oder unter Windows 95 arbeitet. Deshalb ist es wichtig, sich von Zeit zu Zeit den aktuellen auf das eigene Betriebssystem angepaßten Treiber direkt beim Druckerhersteller zu besorgen (Sicherungskopie des alten Treibers nicht vergessen!).

Die Treiberprogramme selbst sind kostenlos, der Postversand jedoch meist teuer. Billiger kommt es, sich die aktuelle Version über die Internet-Mailbox des Druckerherstellers downzuloaden. Mittlerweile gibt es auch regelmäßig erscheinende "Treiberzeitschriften" (darauf achten, daß der eigene Anbieter dabei ist!); viele PC-Magazine bieten die neuesten Versionen auf ihren beiliegenden CD-ROMs an.

Druckerschriften (Fonts): Ein Textdokument in einer im Druckerspeicher integrierten "residenten" Schrift wird schneller ausgedruckt, wenn es nicht vorher aufbereitet werden muß. Die regelmäßig verwendeten Schriften sollten deshalb vorinstalliert sein.

Druckerspeicher: Je größer der eingebaute Speicher, desto weniger Zwischenpausen müssen während des Drucks eingelegt werden; insbesondere bei farbigen Grafikausdrucken zeigt sich dieser Vorteil. Als Richtwert: Der Speicher sollte bei Tintenstrahlern wenigstens 32 KB besitzen, bei Laserdruckern 1 MB. Nach Möglichkeit sollten die Rechner mit sogenannten SIMM-Modulen aufgerüstet werden können; diese Standardspeicherbausteine gibt es nämlich billig an jeder Straßenecke zu kaufen.

 

Papier, Tinte und Toner

Nur Milchmädchen kalkulieren die Druckkosten allein nach den Anschaffungskosten des Geräts. Ein billiger Tintenstrahler kann sich unter Einberechnung des erforderlichen Spezialpapiers als teurer erweisen als ein Laserdrucker, der mit Normalpapier à 80g/qm bei Stückpreisen ab einem Pfennig auskommt.

Die meisten Tintenstrahler bedrucken inzwischen auch solch billiges Papier mit akzeptabler Qualität. Für hohes Druckvolumen ist ein möglichst viele Seiten fassender Papiereinzug erforderlich, am besten mit geschlossener Kassette, damit das Papier nicht einstaubt; vorteilhaft sind mehrere Kassetten für unterschiedliche Briefbögen oder Formate.

Bei Farbdruckern sollte darauf geachtet werden, daß die schwarze Tinte entweder separat oder in einer Vierfarbpatrone kombiniert vorliegt.

Ein zweiter nicht unerheblicher Preisfaktor sind die Tintenpatronen bzw. Tonerkartuschen. Bei Tintenstrahlern ist das oben beschriebene Zweifachsystem anzuraten.

Bei Farbdruckern sollte darauf geachtet werden, daß die schwarze Tinte entweder separat oder in einer Vierfarbpatrone kombiniert vorliegt: Nur so vermeidet man das für die Geschäftskorrespondenz unvorteilhafte schmuddelige Braunschwarz durch Mischen der drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow (CMY-Patronen).

Die Tinte der Tintenstrahler ist nicht wasserfest und verschmiert leicht; für wichtige Dokumente muß man auf Laserdrucker ausweichen. Besonders beim Druck großer Farbflächen quillt das Papier durch die Feuchtigkeit auf und wird leicht wellig. Aber auch die qualitativ höherwertigen Monochrom-Laserdrucker haben ihre Schattenseiten.

Besonders gravierend ist, daß sich die Druckerfarbe mit der Zeit löst. Das kann bereits mit dem Falzen beginnen; stapelt man mehrere Papiere, drückt sich die Farbe nach einer Weile durch. Der zunächst professionelle Eindruck von hochauflösenden Briefköpfen oder Home-Made-Visitenkarten kann sich mithin schnell ins Gegenteil umkehren.

Briefe sollte man jeweils zusammen mit dem Briefkopf ausgeben, anstatt Leerbögen auf Vorrat zu drucken: Beim wiederholten Einlegen in den Laserdrucker löst sich nämlich Toner und verschmiert Papier und Druckwalze. Von Druckanstalten im konventionellen Belichtungsverfahren gedruckte Briefbögen kennen dieses Problem nicht. Gewarnt sei allerdings vor Briefköpfen mit Lack-Prägedruck.

Grundsätzlich lohnt es sich beim Kauf von Spezialpapier und Kartuschen/Patronen, die Angebote von Zweitanbietern einzuholen, die die Originalpreise meist deutlich unterbieten. Anders als oft von den Druckerherstellern behauptet, erlischt die Herstellergarantie nicht durch die Verwendung von Fremdmaterial.

Sparen läßt sich auch durch Vorratskäufe; darüber hinaus bieten viele Anbieter Refill-Systeme für leere Behälter an, von denen man wegen der ständig sinkenden Qualität allerdings nur wenige Male Gebrauch machen sollte. [1996]

Für Anfänger: FAQ (Frequently Asked Questions)

Q: Welche Auswahlkriterien gibt es für den Druckerkauf?
A:
Unterschiedliche Verfahren liefern unterschiedliche Qualität und unterscheiden sich entsprechend im Preis. Die wesentlichen Auswahlkriterien sind:

  • Verwendungszweck/Leistung: (Druckvolumen, Dokumentenechtheit, Präsentationsgrafiken)
  • Anschaffungs- und Betriebskosten
  • Qualität/Auflösung (Briefpapier, Geschäftskorrespondenz),
  • Geschwindigkeit (u.a. integrierter Speicher und residente Schriften)
  • Netzwerkfähigkeit (Kanzleien und Rechtsabteilungen)
  • Druckmedien (Toner, Tinte und Papier)

Q: Welcher ist besser: Matrix-(Nadel-), Tintenstrahl- oder Laserdrucker?
A:
Es kommt darauf an, was einem wichtig ist. Nadeldrucker sind abgesehen von speziellen Anwendungen wie für den unerreicht schnellen Druck von Durchschlägen weitgehend vom Markt verschwunden und werden hier nicht diskutiert. Als preisgünstige Alternative sind Tintenstrahldrucker ein guter Kompromiß zwischen Qualität, Preis und Geschwindigkeit; für professionelle Anwendungen wie z.B. den Schriftverkehr sind sie allerdings nur mäßig geeignet. Laserdrucker sind die vielseitigsten und qualitativ hochwertigsten Bürodrucker, aber auch die teuersten.

Q: Was kostet ein Drucker?
A:
Die Preise reichen von etwa 200 Mark für einen einfachen Tintendrucker bis zu über 20000 Mark für einen Farblaserdrucker. Beim Einzelhändler am Hauptbahnhof bekommt man Drucker wegen der großen Konkurrenz meist deutlich billiger als beim Großhändler: Selbst rabattierte Listenpreise werden um bis zu 20% unterboten. Man sollte beim Druckerkauf nicht allzuweit in die Zukunft planen: Wie im gesamten Computergerätemarkt, befinden sich auch die Druckerpreise im freien Fall – bei steigender Leistung, Qualität und Geschwindigkeit.

Q: Brauchen Juristen Farbe?
A:
Für Imagepflege (Logo) und Präsentationen (Diagramme) kann Farbe durchaus interessant sein. Farblaserdrucker sind die leistungsfähigsten Bürogeräte, Tintenstrahler die billigsten. Wenn nur gelegentlich mit Farbe gearbeitet wird, bietet sich die Kombination aus einem hochauflösenden Schwarzweiß-Laserdrucker für Texte und einem preisgünstigen Farbtintendrucker für Grafiken als die wirtschaftlich beste Lösung an.

Die häufig angepriesene unglaubliche Zahl von 16,7 Millionen Farben (24 Bit Farbtiefe) bedeutet übrigens nicht wirklich bessere Qualität, da das Auge schon mit der Unterscheidung von 256 Farben (8 Bit) ganz gut ausgelastet ist.

(c) 1989–2008 Oliver Weiss Design Up! 
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