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Technology:
Tintenstrahler vs. Laserdrucker
Druck
machen
||| Oliver Weiss
Ein neuer Drucker
ist immer wieder einmal fällig. Aber wie findet man sich zurecht im Gerätedschungel,
worauf ist beim Kauf zu achten? Im folgenden Artikel wird ein wenig Licht ins
Dunkel gebracht. |
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| Ink
Jet vs. Laser Printers: Looking for a new printer for your law firm? Should you go for laser technology, or stick to humdrum ink jets? Find out with this article. |
| I |
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m juristischen Büro muß der Drucker
in erster Linie Texte für Korrespondenz, Schriftsätze usw. bewältigen. Wird
er für Probeausdrucke eingesetzt, genügt ein einfacher Tintenstrahler, für
Anforderungen wie hohem Seitenausstoß oder Dokumentenechtheit muß er
leistungsfähiger sein.
Die
monatliche Druckleistung beschreibende statistische Zahlen können in die Irre
führen: Ein auf monatlich 500 Seiten ausgelegter Drucker ist überfordert,
wenn er die Gesamtmenge auf einmal zu bewältigen hat.
Die
Rechnerumgebung ist nicht minder wichtig: Arbeitet man nur mit Windows oder
auch mit Mac oder unter OS/2? Ist der Drucker für einen Einzelrechner gedacht
oder für ein LAN (Local Area Network)?
Die
Druckerinstallation im Netz gehört zu den heikelsten Computeraktivitäten;
hier ist professioneller Rat von Nutzen. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen
Drucker ins Netz zu hängen: über die parallele Schnittstelle eines
Netzwerkservers oder durch den Einbau einer eigenen Netzwerkkarte im Drucker.
Tintendrucker
– Tintenspucker
Der günstige Anschaffungspreis und
die gute Druckleistung und Qualität sichern dem Tintenstrahl-(Ink-Jet-)drucker den ersten Platz als Allrounddrucker für niedriges bis mittleres
Druckaufkommen. Für Text ebenso geeignet wie für Grafik, kosten gute
Ergebnisse allerdings viel Zeit und Geld: Die Ausgabe eines A4-Vollfarbbildes
in Bestqualität auf Hochglanzpapier kann für den Preis von fünf Mark locker
20 Minuten in Anspruch nehmen.
Normale Textausdrucke sind bei Tintendrucken
dagegen deutlich billiger als beim Laser. Tintenstrahler arbeiten entweder
nach dem Bubble-Jet-(Dampfblasen-) oder dem Piezo-Druckverfahren. In beiden
Realisierungen, die sich in der Qualität nichts nehmen, werden kleine
Tintentröpfchen aus Düsen auf das Papier geschossen.
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Kleines
Druckerlexikon
    
Auflösung
Als Maß für die
Dichte von Punkten (Pixeln) pro Zoll (dpi = "dots per inch")
ist die Auflösungszahl ein entscheidendes Kriterium für die
Druckqualität. Je größer die Auflösung, desto detailgetreuer und
farbintensiver ist der Ausdruck, allerdings braucht er dafür auch länger.
Eine Auflösung von 300 dpi ist für Grafiken ausreichend, für
Texte sind inzwischen 600 dpi Standard.
Bubble-Jet-Drucker
Bei diesem
Tintenstrahldruckverfahren wird die Tinte durch die Umwandlung von
Hitze in Überdruck aufs Papier geschleudert. Der Druckkopf
verschleißt rasch und wird mit der Patrone ausgewechselt. Die neue
Gerätegeneration wartet mit stabileren separaten Köpfen auf.
Dokumentenechtheit
Diese lapidare
Bezeichnung für die Eignung zur "Herstellung von Urschriften
notarieller Urkunden" nach §§ 26 und 27 der Dienstordnung für
Notare (DONot) ist von der Berliner Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung (BAM) bei Tintenstrahlern noch nicht
festgestellt worden, im Unterschied zu den meisten Laserdruckern.
Geprüft werden u.a. der Druckkontrast und die Lichtechtheit sowie
die Manipulationsmöglichkeit beispielsweise durch Radieren. Als
alterungsbeständig wurde noch kein Drucker erklärt; die BAM zeigt
hier auch für längerfristig grundsätzliche Skepsis. Farbdrucker
wurden bisher nicht getestet. Weitere Infos gibt’s unter Tel.: 0
30-81 04-0.
GDI-Drucker
Ohne die vom Rechner
gelieferten Druckerdaten langwierig in eine eigene
Seitenbeschreibungssprache zu übersetzen, drucken "Graphical-Device-Interface"-Geräte
jede Datei auf direktem Weg. Da sie mit wenig eigenen elektronischen
Steuerbauteilen auskommen, sind sie einerseits schnell und billig,
andererseits aber gänzlich abhängig vom Windows.
Kantenglättung
("Smoothing")
Nicht nur duch sehr
feinen Toner, sondern auch durch intelligente Verfahren zur Kantenglättung
kann die Qualität gesteigert werden. Etliche Druckerhersteller
entwickelten unter Namen wie RET (Resolution Enhancement Technology)
Verfahren zur Glättung von Umrissen. Die Punkte werden dabei so
gesetzt, daß Linien und Kurven keine Treppen bilden. Eine
physikalische Auflösung von 360 dpi kann damit beispielsweise eine
optische Auflösung von 720 dpi vortäuschen.
LAN
Ein "Local Area
Network" ist ein System von mehreren Computern, die über
Kabelverbindungen untereinander Informationen austauschen können.
Laserdrucker
Laserdrucker übertragen
das zu druckende Bild auf eine magnetische Trommel, die an den
geladenen Stellen Toner auf das Papier setzt. Hohe Qualität,
Leistung und Robustheit haben bei diesen für Bürozwecke am besten
geeigneten Geräten allerdings ihren Preis.
LED-Drucker
Drucker mit "Light-Emitting
Diodes" funktionieren wie Laserdrucker, haben aber das
Laserelement und andere teure Bauteile durch die kostengünstigeren
Leuchtdioden ersetzt.
Nadel-(Matrix-)drucker
Bis vor wenigen Jahren
State-of-the-Art, sind diese Drucker mit Nadeln und Farbband heute
weitgehend aus den Büros verschwunden und kaum noch auf dem Markt
erhältlich. Dank ihrer unschlagbaren Geschwindigkeit und ihrer
Durchschlagfähigkeit finden sie weiterhin in Banken, Flughäfen
usw. Verwendung.
Paralleler
Druckerport
Parallele
Schnittstellen (oder "Centronics Ports") – mit LPT1,
LPT2 usw. bezeichnet – sind die am weitesten verbreiteten
Druckeranschlüsse. Im Unterschied zu seriellen Schnittstellen
(COM1, COM2 usw.), die jeweils nur ein Bit auf einmal übertragen,
werden hier die Daten immer byteweise ("synchron") an den
Drucker geschickt. Parallele Ports sind deshalb auch viel schneller
als serielle.
Piezo-Drucker
Dieses aussterbende
Tintenstrahldruckverfahren beruht auf der Umwandlung von
mechanischem Druck in Überdruck ("piezein" = gr. "drücken,
pressen"), der die Tinte aufs Papier schleudert. Da im
Unterschied zum Bubble-Jet-Verfahren der Druckkopf nicht verschleißt,
muß jeweils nur die Tintenpatrone ausgewechselt werden.
PCL
Die "Printer
Command Language" ist die häufigste Druckerbefehlssprache bei
Tinten- und Laserdruckern, die eine softwareunabhängige
Kommunikation zwischen Rechner und Drucker ermöglicht. Ein
PCL-Drucker setzt eine ganze Seite vor dem Ausdruck im internen
Arbeitsspeicher zusammen.
PostScript
Adobe PostScript ist
eine von vielen High-End-Laserdruckern verwendete
Seitenbeschreibungssprache, die die für den Ausdruck einer Text-
oder Grafikseite nötigen Druckinformationen beschreibt. Seine Geräte-
und Betriebssystemunabhängigkeit ermöglicht es, eine Datei auf
unterschiedlichen Druckermodellen identisch auszugeben. PostScript
zeigt seine starken Seiten bei speziellen Layoutaufgaben und ist
deshalb in professionellen Anwendungen unverzichtbar. Seine
lmplementation setzt allerdings sehr leistungsfähige und teure
Hardware voraus. Wenn man vorwiegend große Mengen Text ohne
ausgefeilte Formatierungen druckt, reichen die Fähigkeiten einer
PostScript-Emulation (-Nachbildung) wie PCL völlig aus.
Seitenbeschreibungssprache
Die für den Druck
einer Seite notwendigen Informationen werden in einer vom
Druckermodell abhängigen Befehlssprache (auch PDL = "Page
Description Language" genannt) beschrieben. Jedes Gerät
definiert Text- und Bildformate individuell: So wird etwa ein im
Format einer HP-Laserdruckerseite erstellter DIN-A4-Brief nach Änderung
in das HP-Tintenstrahlformat anders umbrochen und ausgedruckt.
Tintenstrahldrucker
Grafik und Text wird
hier durch das Aufspritzen von Tinte aus winzigen Düsen auf Papier
gebracht. Monochromdrucker sind für professionelle Zwecke wenig
interessant, während die nur wenig teureren Farbdrucker auch bei
Auflösungen von 300 dpi z.B. für Präsentationen sinnvoll
eingesetzt werden können.
Treiber
Ein Druckertreiber ist
das Software-Bindeglied zwischen der PC-Hardware auf der einen und
dem Anwendungsprogramm und Betriebssystem auf der anderen Seite. Als
"Wegbereiter" zur Kommunikation von Drucker und Computer
bringt er die für den Druckvorgang wichtigen Informationen über
Hardwarekonfiguration, Schnittstelle und Steuercodes in ein für den
Drucker verständliches Format.
WPS-Drucker
Ähnlich wie
GDI-Drucker arbeiten auch Drucker nach dem "Windows Printing
System" mit rechnereigenen Ressourcen. Sie haben noch weniger
Bauteile und sind entsprechend billig, dafür allerdings auch völlig
unflexibel.
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Bubble-Jet-
Verfahren: Bei diesem
am weitesten verbreiteten Hitze-Druckverfahren wird die in der Düse
befindliche Tinte durch ein winziges Heizelement blitzschnell verdampft und
durch den Überdruck der entstehenden Dampfblase auf das Papier geschleudert.
Da der Druckkopf durch die hohen Temperaturschwankungen schnell verschleißt,
ist er meist mit dem Tintenbehälter in einer Einwegpatrone integriert: Mit
der Tinte wird zugleich auch der Kopf gewechselt. Einige Firmen bieten bei
ihren neueren Modellen auch stabilere Zweifachsysteme mit separat
auswechselbaren Tintenpatronen an.
Piezo-Verfahren: Hier wird eine
elektrische Spannung an den mit der Düse verbundenen druckempfindlichen
Wandler gelegt; durch den entstehenden Überdruck spritzt die Tinte auf das
Papier. Da bei diesem Verfahren der Druckkopf nicht verschleißt, muß nur die
als getrennte Einheit angebotene Patrone erneuert werden. Piezo-Drucker sind
in der Anschaffung etwas teurer, im laufenden Betrieb allerdings günstiger
als Bubble-Jets. Langfristig werden sie sich wohl nicht behaupten können: Nur
noch Epson stellt heute Piezo-Drucker her.
Laserdrucker
–
Gut und teuer
Laserdrucker haben sich als
Standard-Bürodrucker durchgesetzt: Eine fotoempfindliche Trommel wird
entsprechend der zeilenweise per Laserstrahl abgestasteten Druckvorlage
belichtet und mit Toner beschichtet, der auf das Papier übertragen und
anschließend durch Erhitzung fixiert wird. Einfache Monochrom-Laserdrucker
(z.B. PCL-Drucker) bekommt man schon ab 250 Euro; Profigeräte können das
Zehnfache kosten. Neben billigem Normalpapier können Etiketten und Folien
bedruckt werden.
Wichtige
Vorteile des Laserdruckers sind außer der sehr guten Qualität und der hohen
Geschwindigkeit der niedrige Geräuschpegel, die gleichmäßige Farbverteilung
auch über längere Pausen hinweg (beim Tintenstrahler trocknet in solchen Fällen
die Tinte ein) und die sichere Papierführung (nach längerer Nutzung haben
Tintenstrahler damit oft Probleme).
Interessiert
man sich für professionellen Farbeinsatz, liefern Farblaserdrucker bei hohem
Druckaufkommen die besten Resultate – wenigstens 10 000 Mark muß man
dafür allerdings investieren. Grafiken werden bei Druckzeiten bis über eine
Minute pro Seite in sehr guter Qualität wiedergegeben.
Billiger
kommen LED-Drucker, die den teuren Laser durch eine Reihe feststehender
Leuchtdioden ersetzen. Noch weniger kosten GDI- und WPS-Drucker, die die
Druckerdaten nicht selbst in eine Seitenbeschreibungs-
sprache übersetzen,
sondern die vom Rechner aufbereiteten Daten direkt als Punkte ausdrucken; bei
entsprechender Rechnerleistung sind sie also sehr schnell. Der Haken: Sie sind
vollkommen abhängig von Windows und in anderen Betriebssystemen nicht
einsetzbar.
Schnelle
Resultate
Die Drucker-
geschwindigkeit wird beim
Kauf gerne vernachlässigt. Unüberlegtes Sparen kann sich längerfristig als
Eigentor erweisen: Ewigkeiten auf einen Ausdruck zu warten kostet Zeit, Nerven
und Geld. Grundsätzlich sind Tintenstrahler langsamer als Laserdrucker:
Ausdrucke in Farbe können bei Grafiken bis zu 20 Minuten beanspruchen.
Schwarzweißdrucke, inbesondere von Textdokumenten, sind wesentlich schneller,
wenn der Drucker mit getrennten Patronen arbeitet.
Die Geschwindigkeit wird u.a. vom Druckerport, vom Treiber, vom Druckerspeicher und von den
integrierten Druckerschriften bestimmt. Die Geschwindigkeits- angaben der
Hersteller beschreiben den Kopiermodus einer einzigen Musterbriefvorlage (der
Grauert-Testbrief mit 5 % Schwärzungsanteil kommt in der Praxis ohnehin nicht
oft vor) und können deshalb nur als Anhaltspunkte für die Geschwindigkeit
beim weitaus häufigeren Fall des sukzessiven Ausdrucks verschiedener Dateien
dienen.
Treiber: Für den Drucker macht
es einen Unterschied, ob er unter Windows 3.1. oder unter Windows 95 arbeitet.
Deshalb ist es wichtig, sich von Zeit zu Zeit den aktuellen auf das eigene
Betriebssystem angepaßten Treiber direkt beim Druckerhersteller zu besorgen
(Sicherungskopie des alten Treibers nicht vergessen!).
Die Treiberprogramme
selbst sind kostenlos, der Postversand jedoch meist teuer. Billiger kommt es,
sich die aktuelle Version über die Internet-Mailbox des Druckerherstellers downzuloaden. Mittlerweile gibt es auch regelmäßig erscheinende
"Treiberzeitschriften" (darauf achten, daß der eigene Anbieter
dabei ist!); viele PC-Magazine bieten die neuesten Versionen auf ihren
beiliegenden CD-ROMs an.
Druckerschriften (Fonts): Ein
Textdokument in einer im Druckerspeicher integrierten "residenten"
Schrift wird schneller ausgedruckt, wenn es nicht vorher aufbereitet werden muß.
Die regelmäßig verwendeten Schriften sollten deshalb vorinstalliert sein.
Druckerspeicher:
Je größer der eingebaute Speicher, desto weniger
Zwischenpausen müssen während des Drucks eingelegt werden; insbesondere bei
farbigen Grafikausdrucken zeigt sich dieser Vorteil. Als Richtwert: Der
Speicher sollte bei Tintenstrahlern wenigstens 32 KB besitzen, bei
Laserdruckern 1 MB. Nach Möglichkeit sollten die Rechner mit sogenannten
SIMM-Modulen aufgerüstet werden können; diese Standardspeicherbausteine gibt
es nämlich billig an jeder Straßenecke zu kaufen.
Papier,
Tinte und Toner
Nur Milchmädchen kalkulieren die
Druckkosten allein nach den Anschaffungskosten des Geräts. Ein billiger
Tintenstrahler kann sich unter Einberechnung des erforderlichen Spezialpapiers
als teurer erweisen als ein Laserdrucker, der mit Normalpapier à 80g/qm bei
Stückpreisen ab einem Pfennig auskommt.
Die meisten Tintenstrahler bedrucken
inzwischen auch solch billiges Papier mit akzeptabler Qualität. Für hohes
Druckvolumen ist ein möglichst viele Seiten fassender Papiereinzug
erforderlich, am besten mit geschlossener Kassette, damit das Papier nicht
einstaubt; vorteilhaft sind mehrere Kassetten für unterschiedliche Briefbögen
oder Formate.
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Bei Farbdruckern
sollte darauf geachtet werden, daß die schwarze Tinte entweder separat oder in
einer Vierfarbpatrone kombiniert vorliegt. |
Ein
zweiter nicht unerheblicher Preisfaktor sind die Tintenpatronen bzw.
Tonerkartuschen. Bei Tintenstrahlern ist das oben beschriebene Zweifachsystem
anzuraten.
Bei Farbdruckern sollte darauf geachtet werden, daß die schwarze
Tinte entweder separat oder in einer Vierfarbpatrone kombiniert vorliegt: Nur
so vermeidet man das für die Geschäftskorrespondenz unvorteilhafte
schmuddelige Braunschwarz durch Mischen der drei Grundfarben Cyan, Magenta und
Yellow (CMY-Patronen).
Die
Tinte der Tintenstrahler ist nicht wasserfest und verschmiert leicht; für
wichtige Dokumente muß man auf Laserdrucker ausweichen. Besonders beim Druck
großer Farbflächen quillt das Papier durch die Feuchtigkeit auf und wird
leicht wellig. Aber auch die qualitativ höherwertigen Monochrom-Laserdrucker
haben ihre Schattenseiten.
Besonders gravierend ist, daß sich die
Druckerfarbe mit der Zeit löst. Das kann bereits mit dem Falzen beginnen;
stapelt man mehrere Papiere, drückt sich die Farbe nach einer Weile durch.
Der zunächst professionelle Eindruck von hochauflösenden Briefköpfen oder Home-Made-Visitenkarten
kann sich mithin schnell ins Gegenteil umkehren.
Briefe sollte man jeweils zusammen
mit dem Briefkopf ausgeben, anstatt Leerbögen auf Vorrat zu drucken: Beim
wiederholten Einlegen in den Laserdrucker löst sich nämlich Toner und
verschmiert Papier und Druckwalze. Von Druckanstalten im konventionellen
Belichtungsverfahren gedruckte Briefbögen kennen dieses Problem nicht. Gewarnt
sei allerdings vor Briefköpfen mit Lack-Prägedruck.
Grundsätzlich
lohnt es sich beim Kauf von Spezialpapier und Kartuschen/Patronen, die
Angebote von Zweitanbietern einzuholen, die die Originalpreise meist deutlich
unterbieten. Anders als oft von den Druckerherstellern behauptet, erlischt die
Herstellergarantie nicht durch die Verwendung von Fremdmaterial.
Sparen läßt
sich auch durch Vorratskäufe; darüber hinaus bieten viele Anbieter Refill-Systeme für leere Behälter an, von denen man wegen der ständig
sinkenden Qualität allerdings nur wenige Male Gebrauch machen sollte.
[1996]

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Für
Anfänger: FAQ (Frequently Asked Questions)
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Q:
Welche Auswahlkriterien gibt es für den Druckerkauf?
A: Unterschiedliche
Verfahren liefern unterschiedliche Qualität und unterscheiden sich
entsprechend im Preis. Die wesentlichen Auswahlkriterien sind:
- Verwendungszweck/Leistung:
(Druckvolumen, Dokumentenechtheit, Präsentationsgrafiken)
- Anschaffungs- und
Betriebskosten
- Qualität/Auflösung
(Briefpapier, Geschäftskorrespondenz),
- Geschwindigkeit
(u.a. integrierter Speicher und residente Schriften)
- Netzwerkfähigkeit
(Kanzleien und Rechtsabteilungen)
- Druckmedien (Toner,
Tinte und Papier)
Q:
Welcher ist besser: Matrix-(Nadel-), Tintenstrahl- oder
Laserdrucker?
A:
Es kommt
darauf an, was einem wichtig ist. Nadeldrucker sind abgesehen von
speziellen Anwendungen wie für den unerreicht schnellen Druck von
Durchschlägen weitgehend vom Markt verschwunden und werden hier
nicht diskutiert. Als preisgünstige Alternative sind
Tintenstrahldrucker ein guter Kompromiß zwischen Qualität, Preis
und Geschwindigkeit; für professionelle Anwendungen wie z.B. den
Schriftverkehr sind sie allerdings nur mäßig geeignet.
Laserdrucker sind die vielseitigsten und qualitativ hochwertigsten Bürodrucker,
aber auch die teuersten.
Q:
Was kostet ein Drucker?
A:
Die
Preise reichen von etwa 200 Mark für einen einfachen Tintendrucker
bis zu über 20000 Mark für einen Farblaserdrucker. Beim Einzelhändler
am Hauptbahnhof bekommt man Drucker wegen der großen Konkurrenz
meist deutlich billiger als beim Großhändler: Selbst rabattierte
Listenpreise werden um bis zu 20% unterboten. Man sollte beim
Druckerkauf nicht allzuweit in die Zukunft planen: Wie im gesamten
Computergerätemarkt, befinden sich auch die Druckerpreise im freien
Fall – bei steigender Leistung, Qualität und Geschwindigkeit.
Q:
Brauchen Juristen Farbe?
A:
Für
Imagepflege (Logo) und Präsentationen (Diagramme) kann Farbe
durchaus interessant sein. Farblaserdrucker sind die leistungsfähigsten
Bürogeräte, Tintenstrahler die billigsten. Wenn nur gelegentlich
mit Farbe gearbeitet wird, bietet sich die Kombination aus einem
hochauflösenden Schwarzweiß-Laserdrucker für Texte und einem
preisgünstigen Farbtintendrucker für Grafiken als die
wirtschaftlich beste Lösung an.
Die häufig
angepriesene unglaubliche Zahl von 16,7 Millionen Farben (24 Bit
Farbtiefe) bedeutet übrigens nicht wirklich bessere Qualität, da
das Auge schon mit der Unterscheidung von 256 Farben (8 Bit) ganz
gut ausgelastet ist.
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