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Business:
Nach den Terroranschlägen
auf das World Trade Center
Kanzleien
helfen
Kanzleien
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Oliver Weiss
Die Zerstörung des World Trade Centers am 11. September betraf auch viele US-Kanzleien. Mitarbeiter starben bei dem Desaster, Unterlagen gingen verloren und Büroräume und technisches Equipment wurde vernichtet. Die juristische Community in New York hilft sich jetzt selbst.
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| Article
on Law Firms Helping other Law Firms in the 9/11 Aftermath:
Following the World Trade Center mayhem,
the legal community in New York City now supports itself. |
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"Due to the
generosity of clients and our friends in other New York law firms, we have
continued to work on a full range of projects. The firm has nearly one dozen
structured finance transactions on schedule to close by the end of the month,
several complex real estate transactions moving forward, and a variety of
litigation matters under way. It is certainly true, as they say, that work is a
great healer, and we embrace these ongoing projects. We are happy that our New
York City family is ready to get back under one roof in a new home.
While this is
reassuring news, we are very much aware that others have suffered grievous loss.
Again, all of us at Thacher Proffitt want to express our heartfelt condolences
to friends, colleagues, and individuals everywhere who have lost loved ones in
the attacks of September 11." –
Omer
S. J. Williams, Thacher Proffitt & Wood
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orld Trade Center, New York, New York
10048 - diese Adresse gibt es seit dem 11. September nicht mehr. Mehrere
Dutzend Kanzleien mit über 14.000 Mitarbeitern befanden sich in den beiden Türmen
des WTC, darunter das New-York-City-Büro von Thacher Proffitt & Wood,
einem unserer amerikanischen LEGAmedia-Autoren.
Erst
im Sommer hatte ich die Kanzlei im Two World Trade Center besucht gehabt, dem
Gebäude mit der Antenne auf dem Dach. Wie durch ein Wunder konnten alle
Mitarbeiter der Kanzlei rechtzeitig aus dem 40sten Stock flüchten - die
Treppe hinunter zu laufen dauert immerhin eine Stunde.
Die
meisten Kanzleien hatten ähnliches Glück im Unglück. Sowohl bei Salomon
Smith Barney als auch bei Hill, Betts, & Nash; Conway & Conway; Cleary
Gottlieb und Ohrenstein & Brown haben offenbar alle überlebt.
Allerdings
gibt es auch Verluste zu beklagen: Sidley Austin Brown & Wood etwa hat
einen Mitarbeiter verloren, ebenso wie Cadwalader, Wickersham & Taft, bei
denen ein Partner an einer Konferenz auf dem Dach des WTC teilgenommen hatte.
Ein Mitarbeiter von Holland & Knight ist offenbar unter den Opfern der
freiwilligen Feuerwehrleute, der bei Rettungsversuchen ums Leben kam. Außerdem
werden fünf Mitarbeiter von Harris Beach vermißt.
Daß
nur verhältnismäßig wenige Mitarbeiter von Kanzleien zu Tode kamen, liegt
vermutlich daran, daß die Flugzeuge zum Zeitpunkt des typischen
Arbeitsbeginns amerikanischer Kanzleien von 9 Uhr bis 9.30 Uhr bereits in die
Türme eingeschlagen waren und in Brand gesetzt hatten.
Büroräume
und Materialien bereitgestellt
Das Desaster setzte eine Welle der
Hilfsbereitschaft in Gang. Andere Kanzleien, Konkurrenten im richtigen Leben,
stellten ihren Kollegen - oft kostenlos - Büroräume zur Verfügung. Andere
setzten sich zusammen und arbeiteten Pro-Bono-Pläne aus: Die Großkanzleien
Stroock & Stroock & Lavan; Paul, Weiss, Rifkind, Garrison &
Wharton; White & Case; Davis, Polk & Wardell; und Skadden, Arps, Slate,
Meagher & Flom wollen nach Informationen des New York Law Journal
kleineren Kanzleien wieder auf die Beine helfen.
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Anbieter von
Computer-Hardware und Anwaltssoftware verschenkten Equipment. |
Anbieter
von Computer-Hardware und Anwaltssoftware verschenkten Equipment. Viele
Kanzleien haben Fonds für die Hinterbliebenen von Opfern eingerichtet, die
sich teilweise - wie im Fall von Skadden, Arps; Sullivan & Cromwell oder
Davis, Polk & Wardwell - auf über eine Million Dollar belaufen.
Fonds
wurden auch von Organisationen wie der New York State Bar, der New York State Supreme Court Officers Association und dem Federal Bar Council gegründet.
Die
Sozietät Wachtell, Lipton Rosen & Katz hat nach Angaben des New York Law
Journal Stipendien in Höhe von fünf Millionen Dollar an der New York
University für Angehörige von Feuerleuten, Polizisten und Rettungsleuten
bereitgestellt, die im WTC gestorben sind. Und die City Bar berät Anwälte,
die volunteer work für kleinere Firmen übernehmen wollen (Informationen
unter www.probono.net).
Und
was ist mit verlorengegangenen Daten? Die meisten Kanzleien haben offenbar
Backups von digitalen Akten und Unterlagen; allerdings wird wohl die meiste
Korrespondenz auf Papier, wie die von Mandanten oder Gerichten, vernichtet
worden sein.
Wie
geht weiter? Fast alle Kanzleien haben gegenüber ihren Mandanten
signalisiert, daß sie seit dieser Woche wieder einsatzbereit sind. Die Angst
freilich, daß die Anschläge in New York und Washington nur der Auftakt zu
neuen Terrorwellen sein könnten, sitzt allen im Nacken.
[2001]
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