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ARTICLES > Weites Web-Wissen

Web Technology: Kleines Internet-Glossar
Weites Web-Wissen
||| Oliver Weiss

HTML? Domains? Frames? Das Internet wimmelt von Akronymen und Fachbegriffen. Hier werden die wichtigsten erklärt.
The Internet's Little Helper: A tiny web glossary.

 

@

Den Begriff "Klammeraffe" sollte man sich abgewöhnen: Dieses Symbol ist die amerikanische Abkürzung für "at" und spezifiziert den Anbieterrechner in einer Internetadresse.

Attachment

Dateien beliebigen Formats (Text, Bild u.a.), die an eine E-Mail angehängt und mit ihr versandt werden kann. Attachments werden von der Gegenstelle leider nicht immer erkannt.

Bandbreite

Die übertragbare Datenmenge in Bit / Sekunde (bps). Ein gutes Modem ist auf wenigstens 28000 bps ausgelegt (ISDN ist besser); die tatsächlich übertragene Datenmenge ist aber zu Stoßzeiten, wo sich viele Besucher einer Internetseite dieselbe Bandbreite eines Providers teilen müssen, wesentlich niedriger.

Betriebssystem / Plattform

Das Systemprogramm eines Computers, auf dem alle anderen kleineren Anwendungsprogramme laufen. Typische Systeme sind DOS, Windows, Mac OS, Unix und Linux. Eine Website sollte möglichst auf allen gängigen Betriebssystemen funktionieren.

Bildschirmauflösung

Die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) der Bildschirmfläche. Ein 15-Zoll-Bildschirm (am meisten verbreitet) hat 800 x 600 Bildpunkte, ein 17-Zoll-Schirm 1024 x 768, ein Laptop-Schirm 640 x 400. Heutige Websites sind meist auf 800 x 600 ausgerichtet.

Browser

Software zur Darstellung ("Dekodierung" oder "Interpretierung") einer Internet-Seite bzw. einer Website. Die derzeit gängigen Browser sind Microsoft Internet Explorer bzw. Netscape Navigator, jeweils in den Versionen 3 und 4. Abhängig vom Browser werden Internet-Seiten mehr oder weniger unterschiedlich dargestellt. Die Kunst beim Website-Entwurf besteht darin, Seiten so zu gestalten, daß sie bei möglichst vielen Browsern dem anvisierten Layout nahekommen.

CGI / Common Gateway Interface

Protokoll, über das vom Programmierer externe Programme mit dem Webserver gekoppelt werden können. CGI-Programme, oft in den Sprachen Perl oder PHP geschrieben, werden z.B. für die Zuordnung und Übernahme von vom Benutzer angegebenen Daten in (E-Mail-)Formularen benötigt. CGI-Programme werden vom entweder vom Provider zur Verfügung gestellt über das Webdesignstudio im Auftrag programmiert.

Content Management System (Redaktionssystem) 

Content-Management-Systeme, kurz CMS genannt, sind Redaktionssysteme für Inhalte auf Websites. Natürlich können mit solchen Systemen auch die Inhalte von firmeneigenen Intranets oder von Wissensdatenbanken verwaltet werden.
Solche Systeme erlauben es den Benutzern und Firmen Ihre Website unabhängig von Agenturen und Technikern selbst pflegen zu können.

Anders als mit HTML-Editoren (z.B. Frontpage oder Dreamweaver), bei denen jede einzelne Seite händisch gelayoutet werden muß, arbeiten CM-Systeme einerseits mit Datenbanken oder Datenfiles (z.B. XML-Dateien), die nur die reine Information (wie Produktabbildungen und Texte) enthalten, und auf der anderen Seite mit designten Musterseiten bzw. Vorlagen (sogenannte Templates) oder auch nur Designrichtlinien (Document Type Definition, DTD), die dynamisch und automatisch mit den Inhalten aus dem CMS gefüllt werden. 
Mit CM-Systemen können sich also vor allem kurzlebige und häufig verändernde Inhalte, sehr große Datenmengen und viele Seiten auf einer Website bequem pflegen lassen.

Corporate Design

Das Corporate Design (CD) eines Unternehmens legt die Designrichtlinien fest, anhand derer die Firma nach außen auftritt. Dieses Regelwerk an textlichen und gestalterischen Stilmitteln wie Grafiken, Farbe und Typografie orientiert sich an der Corporate Identity (CI) des Unternehmens, also daran, "was die Firma ausmacht".

Die Entwicklung des Corporate Designs ist eine hochkomplexe Angelegenheit, da potentielle Interessenten weniger intellektuell, als vielmehr intuitiv und unbewußt angesprochen werden: Kaum jemand könnte im einzelnen genau festmachen, worin genau die Wesensmerkmale des gestalterischen Auftritts einer Firma nach außen bestehen. 
Sehr wohl aber erkennt jeder einen Werbespot von Coca Cola im Fernsehen oder in einer Printanzeige, noch bevor er das verschnörkelte Firmenlogo zu Gesicht bekommt. Eine Visitenkarte von IBM, von Apple oder der Deutschen Bank vermittelt eine ähnliche Anmutung wie das Briefpapier, eine Broschüre, eine Anzeige, ein Fernsehspot oder die Website dieser Unternehmen.

Dial-up

Verbindung eines Computers mit einem anderen Computer (und dem Internet) über die Telefonleitung. Diese Möglichkeit wird durch den Provider gestellt.

Domain / Domainname

Größere Netzwerke innerhalb eines Landes sind zu Domains zusammengefaßt, deren Namenverkettung die Internet-Adresse ergibt. Jedes Land hat ein Kürzel, den Top-Level-Domain, der ans Ende der Internet-Adresse gehängt wird, z.B. ".de" für Deutschland oder ".fr" für Frankreich; einige Kürzel bezeichnen Organisationsformen, z.B. ".com" = commercial, ".edu" = education, ".net" = network. Die Vergabe solcher internationaler Domains erfolgt durch die US-Organisation InterNIC (Kosten: 70$ für zwei Jahre)); landesspezifische Namen wie ".de" werden von Organisationen wie DeNIC vergeben (Kosten bis ca. 100 DM pro Jahr, oft auch wesentlich billiger; werden von Provider vermittelt und abgerechnet).

DNS / Domain Name System

Erlaubt die Benutzung symbolischer Bezeichnungen (Domains) für einen Internet-Rechner. Der in der Namenshierarchie jeweils übergeordnete Computer ist für die eindeutige Zuordnung der Domainnamen zur entsprechenden IP-Adresse zuständig und verantwortlich.

Download

Herunterladen einer Datei oder eines Programms von einem Web-Server. Dabei können grundsätzlich Viren übertragen werden (deshalb sollte man vor dem Öffentlichmachen seiner Website ein aktuelles Virensuchprogramm laufen lassen); das bloße Betrachten von Webseiten ist jedoch nicht gefährlich.

Fonts / Schriften

Schriften (Fonts, sprich [fonz]) werden auf unterschiedlichen Rechnerplattformen unterschiedlich dargestellt; z.B. sieht die schräggesetzte Times-Schrift auf dem PC gut aus, ist aber auf dem Mac kaum zu lesen. Auch die Schriftgrößen werden unterschiedlich dargestellt, zudem gibt es in HTML nur sechs verschiedene Größen.

Formulare

Die einfachste Art, über die Website eine E-Mail zu verschicken, besteht darin, die E-Mail-Adresse mit einem E-Mail-Link zu versehen. Aufwendiger, allerdings auch informativer wird es, wenn man Formulare einsetzt, in denen der Benutzer zum einen gebeten wird, persönliche Angaben wie Name, Organisation und E-Mail-Adresse zu machen (die E-Mail-Adresse kann übers Internet nicht in Erfahrung gebracht werden, solange sie der Sender nicht preisgibt), und zum anderen anzukreuzen, zu welchen Themen er Information wünscht (z.B. über das Unternehmen).

Frames / Rahmen

Rahmen ermöglichen die Darstellung mehrerer verschiedener Internet-Seiten auf einem Bildschirm. Die neuen Browser können mehrere Rahmen auf einmal darstellen; HTML-Seiten werden durch Frames in mehrere Teildokumente aufgeteilt, z.B. einen Navigationsrahmen, der gewissermaßen als Schaltzentrale fungiert, und einen zweiten Rahmen, in dem die jeweiligen Inhalte des ersten Navigationsrahmens dargestellt werden.

FTP / File Transfer Protocol

Mit einem FTP-Programm (z.B. WS_FTP, gibt es kostenlos) überträgt man sämtliche Dateien (HTML-Seiten und Downloadables) seiner Website nach jeder Aktualisierung auf den Server: erst dadurch ist die Website auch öffentlich aktualisiert.

HTML

"Hypertext Markup Language", die Kodierungssprache von Internetseiten (ist also keine Programmiersprache mit Modulen, Variablen oder Wenn-Dann-Beziehungen). HTML-Seiten werden abhängig von Browser, Bildschirmgröße und Bildschirmauflösung unterschiedlich umbrochen. HTML-Text wird nicht automatisch getrennt, sondern nur wortweise umbrochen (auch bei zusammengesetzten Wörtern). Fließtext kann nur in der Breite (Pixelzahl oder auf die Fensterbreite bezogene prozentuale Größe), nicht aber in der Länge festgelegt werden.

Die Möglichkeiten, mit HTML eine anspruchvolle Website zu bauen, sind sehr begrenzt; die hohe Kunst besteht darin, aus wenig viel zu machen, z.B. mit (ineinandergeschachtelten) Tabellen. HTML-Editoren wie Microsoft FrontPage sind Programme, die vorgeben, Websites bauen zu können ohne händische Kodierung: Das funktioniert allerdings nur zum Teil; hundertprozentige WYSIWYG-Editoren ("What you see is what you get") gibt es bisher nicht.

Internet-Seite

Ein einzelnes WWW-Dokument, nicht zu verwechseln mit der Website/Site/Homepage.

IP-Adresse

Die sich hinter einem Domainnamen verbergende Adresse (z.B. "http://www.name.com"), über die ein bestimmter Computer oder Server im Internet angesteuert werden kann.

Java / JavaScript

Die Programmiersprache Java, die sich aus C und C++ entwickelt hat, kann für kleine kompilierte, d.h. im Maschinencode übersetzte Programme, sogenannte Applets, eingesetzt werden, die unabhängig von der Rechnerplattform mittels Browser geladen werden können. Damit können z.B. Laufschriften generiert werden. JavaScript ist eine einfacherer Programmiersprache, die ähnlich wie HTML zeilenweise abgearbeitet wird. Sie kann z.B. für Farbwechsel bei Buttons beim Darüberfahren mit der Maus eingesetzt werden.

Links / Hyperlinks

Verbindung eines WWW-Dokuments mit einem anderen. Wird ein Link mit der Maus angeklickt, so wird eine Verbindung zu der im Link angesteuerten Zieladresse aufgebaut. Unterschieden werden interne Links, die auf Seiten innerhalb der Website verweisen, und externe Links, die auf Fremdanbieter führen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und rechtlicher Unbedenklichkeit sollten externe Links in einem neuen Browserfenster geöffnet werden.

Provider

Die Anbieter (auch ISP ="Internet Service Provider") ermöglichen gegen Gebühr den Internet-Zugang und liefern dazu die nötige Software. Im Unterschied zu Online-Diensten wie T-Online oder AOL bieten sie keine Dienstleistungs- und Informationsangebote an.

SSL (Secure Socket Layer) 

SSL ist ein weltweit standardisiertes System zur Verschlüsselung von Daten im Internet. Da der normale Datenverkehr im Internet unverschlüsselt verläuft, wird SSL in der Regel bei der Übermittlung solcher Daten verwendet, die nicht von unberechtigten Benutzern gelesen werden sollen (z.B. Paßwörter, Bank- und Firmendaten). 

Hierbei wird dem Browser des Benutzers (Internet Explorer, Netscape Navigator, Opera) vom Server (Computer von dem die Website aufgerufen wird) ein Zertifikat (ein Schlüssel) übermittelt, mit dem der folgende Datenverkehr zwischen dem Benutzer und dem Server verschlüsselt wird.

Session / User Session (Sitzung / Benutzersitzung) 

Als Sessions bzw. User Sessions werden im Internet sogenannte Benutzer- oder Anwendersitzungen bezeichnet. Hierbei wird dem Benutzer einer bestimmten Website automatisch eine ID (Session ID), das heißt eine kryptische Zeichenfolge als eindeutige Kennung zugewiesen (z.B. beim Online-Banking).

Diese Kennung wird automatisch meist bei der gültigen Eingabe von Paßwörtern erzeugt und dient dem System der sicheren Identifizierung des Benutzers. Damit solche IDs nicht zu einem anderen Zeitpunkt von Unbefugten genutzt werden können, haben sie meist nur eine begrenzte Gültigkeitsdauer (etwa eine Stunde), nach deren Ablauf sie das System den Zugang auf die geschützten Seiten verhindert.

Statistik

Um den Erfolg einzelner Seiten innerhalb der Website messen zu können, sollte man mit dem Provider eine statistische Auswertung der Zugriffszahlen vereinbaren. Die häufig verwendeten "Hits" geben nicht die tatsächliche Anzahl von Zugriffen auf eine Website an, sondern lediglich die insgesamte Anzahl der Dateizugriffe auf eine Website inklusive aller Einzelseiten, Rahmen, Bilder und sonstiger Dateien: als Zählungsmittel taugen sie nicht. Besser geeignet sind "Page Views", "Page Impressions" oder "Anwendersitzungen" ("User Sessions"), die die tatsächliche Anzahl von Usern zählen.

Webdesign 

Webdesign ist nicht dasselbe wie "Grafik-Design", sondern eine Obermenge davon. Webdesign bedeutet die Entwicklung einer Website für ein Unternehmen mit den Komponenten (1) Konzeption & Struktur, (2) Grafik-Design und (3) Software-Implementierung.

Nicht immer werden alle drei Komponenten von ein- und derselben Agentur realisiert, sondern oft entwirft die eine Agentur in Abstimmung mit dem Auftraggeber einen Strukturplan, die zweite ein Design und die dritte die Umsetzung von beidem in eine funktionsfähige Website. 
Hier die Komponenten im einzelnen:

(1) Konzeption & Struktur: Die Konzeption der Website umfaßt die Festlegung von Inhalt und Struktur – das Angebot muss logisch aufgebaut und übersichtlich sein sowie intuitiv und einfach zu navigieren.

(2) Grafik-Design: Die Entwicklung des Designs beinhaltet Layout, Grafik und Illustration, Bildbearbeitung und Typografie. Die grafische Darstellung muss Inhalt und Struktur einfangen und ansprechend vermitteln.

(3) Software-Implementierung: Die Website-Struktur und das Grafik-Design der Website wird technisch umgesetzt (HTML-Kodierung und Programmierung).

Webmaster / Site Manager

Verwalter eines Internet-Angebots.

Webserver / Server

Bezeichnung für denjenigen Computer im Internet, der alle anderen Computer mit den Informationen und Programmen der Website versorgt und sie damit öffentlich macht.

Website / Site / Homepage

Eine Ansammlung mehrerer Internet-Seiten.

WWW / World Wide Web

Das größte Informationssystem des Internets.

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