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Technology:
Know-how
im Büro
Faxen
und
mehr
||| Oliver Weiss
Ohne
Faxen geht nichts mehr: Das Telefax hat sich in den letzten Jahren zum
unabdingbaren Bestandteil jedes Büros etabliert. Die Auswahl an Geräten
ist riesig. Worauf man beim Kauf achten sollte, wird in diesem Beitrag
erläutert. |
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| Article
on Faxing Machines: What do you need to know when setting out to
buy a faxing machine? |
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as Prinzip ist
einfach: Der zu übertragende Text wird per Photoscanner abgetastet und in
Bilder zerlegt, die in akustische Töne umgewandelt, über die Telefonleitung
geschickt und auf Empfängerseite in umgekehrter Reihenfolge wieder
zusammengesetzt werden.
Soweit,
so gut; die technische Realisierung eines Faxgeräts ist offenbar weitaus
schwieriger: Jeder Benutzer eines Faxgeräts kennt etwa die Probleme mit nicht
angekommenen oder empfangenen Faxen oder bei der automatischen Umschaltung
zwischen Fax und Anrufbeantworter.
Heute
sind alle möglichen Varianten von Faxgeräten auf dem Markt: vom
Einzelfunktionsgerät oder Kombinationsgerät mit integriertem Telefon,
Anrufbeantworter, Scanner, Drucker und Kopierer, bis hin zu PC-Fax per Modem
und ISDN-Faxkarten.
Wir
wollen hier solche über die reine Telekommunikation hinausgehende
Zusatzfunktionen nicht näher erläutern; zwei Warnungen wollen wir allerdings
aussprechen.
Erstens: Kombigeräte sind zwar billiger als Einzelgeräte, dafür
ist aber die Qualität zumindest bei den Einzelfunktionen meist schlechter; z.
B. arbeiten die meisten Kombigeräte-Scanner (i.a. keine Flachbettscanner,
sondern Einzugsgeräte) mit der schlechten Auflösung von 200 dpi, und auch
vom Kopierer darf man meist nicht mehr erwarten als holprige Faxqualität.
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Die Erfahrung
zeigt, daß die Lebensdauer eines Kombigeräts meist kürzer ist, als bei
Einzelgeräten. |
Zweitens,
der große Stolperstein bei Kombigeräten: Ist das Gerät defekt, fallen
sofort alle Funktionen aus; bei Einzelteilen würde das nicht passieren.
Im übrigen
zeigt die Erfahrung, daß die Lebensdauer eines Kombigeräts meist kürzer
ist, als bei Einzelgeräten. Geräte mit nur einer oder zwei Zusatzfunktionen
sind i.a. unschädlich. Das soll aber nicht von Kombigeräten abschrecken.
Entscheidend sind letztlich die eigenen Ansprüche, das Arbeitsvolumen und der
Geldbeutel.
Thermo- vs. Normalpapier
Die billigen Faxgeräte arbeiten mit
Thermopapier, dessen beschichtete Oberfläche entsprechend der gefaxten
Meldung durch erhitzte Nadeln eingebrannt wird. Das Papier kommt in Rollen und
muß bei vielen Anbietern von Hand abgerissen werden.
Thermopapier
ist nicht lichtbeständig und deshalb für Archivzwecke (Tip: Faxe auf
Thermopapier sofort nach Empfang auf den Kopierer und die Kopie archivieren)
ungeeignet; außerdem rollt es sich auf und hat keine einheitliche Größe;
ohne integriertem Papierschneider hat man u. U. mit meterlangen
Papierschlangen zu kämpfen. Besser – aber auch teurer – ist da ein
Normalpapierfax, das im Tintenstrahl- oder Laserdruckverfahren arbeitet.
Checkliste
- Bei Tintenstrahl- und Laserfaxen:
Tinte bzw. Toner auf Normalpapier: Wer seine Faxe archivieren möchte, ist
mit diesen Geräten gut beraten.
- Interne Speicherkapazität (in
Seiten), je mehr, desto besser (dann gehen die eingehenden Faxe nicht
verloren, wenn der Papiervorrat im Gerät erschöpft ist); möglichst
Sende- und Empfangsspeicher
- Analog- oder ISDN-Geräte: Die
bisher noch häufigste Gerätegattung, die G3-Faxe, schicken ihre
Informationen über die analoge Telefonleitung. Hat man eine digitale
Telefonleitung, wird die Vorlage vom Fax digitalisiert, in analoge Signale
umgewandelt und für die Übertragung wieder digitalisiert: ziemlich viel
Arbeit, die von G4-Geräten umgangen wird.
Als reine ISDN-Faxe erfolgt die
Übertragung schnell und in hoher Auflösung direkt digital. Allerdings
funktioniert das nur dann, wenn zwei gleiche Geräte miteinander
kommunizieren. Sonst müssen G4-Faxe auf G3-Niveau heruntergeschaltet
werden. G4-Geräte sind bisher sehr teuer gewesen, allerdings kommen jetzt
die ersten Geräte für um die 1 000 Euro auf den Markt.
- Modemgeschwindigkeit: 9600 Bit
pro Sekunde (bps) ist Minimum und nicht sonderlich schnell; 14400 bps ist
gehobener Standard, 28800 bps besser und 64000 bps ISDN-Luxusklasse.
- Wer auf derselben Telefonnummer
Telefongespräche und Faxe empfangen will, kann sich ein Gerät mit einer
Faxweiche (Auto-Switch) für die automatische Erkennung von Fax- und
Telefonsignalen zulegen. Besser und sicherer ist aber auf jeden Fall
jeweils eine eigene Nummer.
- Weitere Zusatzfunktionen:
automatische Fehlerkorrektur (ECM); zeitversetztes Senden und das
Rundsenden an Gegenstellen; Anschlußmöglichkeit von Telefon und
Anrufbeantworter; Zielwahlspeicher, Adreßbuchwahl; Speicherschutz bei
Stromausfall (Batterie), um ständig empfangsbereit zu sein; Schnittstelle
für den PC-Anschluß.
PC-Fax
Faxe müssen nicht unbedingt
ausgedruckt und mit einem Faxgerät verschickt werden. Mit einem Faxmodem
(normale Modems tun es meist) kann eine Datei direkt vom Rechner über die
Telefonleitung geschickt werden; die Verschlechterung durch die relativ grobe
Faxauflösung bei herkömmlichen Geräten entfällt damit – die Datei wird
eins-zu-eins übertragen.
Leider
hat das PC-Faxen seine Tücken. Zum einen erfolgt die Übertragung allzuoft
nicht eindeutig, d.h. es bleibt unklar, ob das Fax angekommen ist oder nicht.
Die Rückmeldung, ein Fax sei nicht übertragen worden, muß nicht zwangsläufig
stimmen.
Die derzeitig auf dem Markt angebotene Software zeigt sich jedenfalls
weitgehend unfähig, der Wahrheit entsprechende Übertragungszustände zu
erkennen. Von Vorteil ist es in jedem Fall, wenn ein Faxgerät, bei dem das
Modem ja eingebaut ist, auch an den PC angeschlossen werden kann.
[1997]

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