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ARTICLES > Faxen und mehr


Technology:
Know-how im Büro
Faxen und mehr
||| Oliver Weiss

Ohne Faxen geht nichts mehr: Das Telefax hat sich in den letzten Jahren zum unabdingbaren Bestandteil jedes Büros etabliert. Die Auswahl an Geräten ist riesig. Worauf man beim Kauf achten sollte, wird in diesem Beitrag erläutert.
Article on Faxing Machines: What do you need to know when setting out to buy a faxing machine?

 

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pdf-dok.gif (1576 Byte) Aus:
NJW-CoR Computerreport (C.H. Beck Verlag,
März 1997)

>DOWNLOAD PDF

>DRUCK MACHEN: Tinterstrahler vs. Laserdrucker.

>ALLEIN IN NEW YORK: Mein Laptop wollte nicht mehr.

>GRUNDLAGEN: Wie funktioniert eigentlich ein Computer?

D

as Prinzip ist einfach: Der zu übertragende Text wird per Photoscanner abgetastet und in Bilder zerlegt, die in akustische Töne umgewandelt, über die Telefonleitung geschickt und auf Empfängerseite in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengesetzt werden.

Soweit, so gut; die technische Realisierung eines Faxgeräts ist offenbar weitaus schwieriger: Jeder Benutzer eines Faxgeräts kennt etwa die Probleme mit nicht angekommenen oder empfangenen Faxen oder bei der automatischen Umschaltung zwischen Fax und Anrufbeantworter.

Heute sind alle möglichen Varianten von Faxgeräten auf dem Markt: vom Einzelfunktionsgerät oder Kombinationsgerät mit integriertem Telefon, Anrufbeantworter, Scanner, Drucker und Kopierer, bis hin zu PC-Fax per Modem und ISDN-Faxkarten.

Wir wollen hier solche über die reine Telekommunikation hinausgehende Zusatzfunktionen nicht näher erläutern; zwei Warnungen wollen wir allerdings aussprechen.

Erstens: Kombigeräte sind zwar billiger als Einzelgeräte, dafür ist aber die Qualität zumindest bei den Einzelfunktionen meist schlechter; z. B. arbeiten die meisten Kombigeräte-Scanner (i.a. keine Flachbettscanner, sondern Einzugsgeräte) mit der schlechten Auflösung von 200 dpi, und auch vom Kopierer darf man meist nicht mehr erwarten als holprige Faxqualität.

Die Erfahrung zeigt, daß die Lebensdauer eines Kombigeräts meist kürzer ist, als bei Einzelgeräten.

Zweitens, der große Stolperstein bei Kombigeräten: Ist das Gerät defekt, fallen sofort alle Funktionen aus; bei Einzelteilen würde das nicht passieren.

Im übrigen zeigt die Erfahrung, daß die Lebensdauer eines Kombigeräts meist kürzer ist, als bei Einzelgeräten. Geräte mit nur einer oder zwei Zusatzfunktionen sind i.a. unschädlich. Das soll aber nicht von Kombigeräten abschrecken. Entscheidend sind letztlich die eigenen Ansprüche, das Arbeitsvolumen und der Geldbeutel.

 

Thermo- vs. Normalpapier

Die billigen Faxgeräte arbeiten mit Thermopapier, dessen beschichtete Oberfläche entsprechend der gefaxten Meldung durch erhitzte Nadeln eingebrannt wird. Das Papier kommt in Rollen und muß bei vielen Anbietern von Hand abgerissen werden.

Thermopapier ist nicht lichtbeständig und deshalb für Archivzwecke (Tip: Faxe auf Thermopapier sofort nach Empfang auf den Kopierer und die Kopie archivieren) ungeeignet; außerdem rollt es sich auf und hat keine einheitliche Größe; ohne integriertem Papierschneider hat man u. U. mit meterlangen Papierschlangen zu kämpfen. Besser – aber auch teurer – ist da ein Normalpapierfax, das im Tintenstrahl- oder Laserdruckverfahren arbeitet.

 

Checkliste
  • Bei Tintenstrahl- und Laserfaxen: Tinte bzw. Toner auf Normalpapier: Wer seine Faxe archivieren möchte, ist mit diesen Geräten gut beraten.
  • Interne Speicherkapazität (in Seiten), je mehr, desto besser (dann gehen die eingehenden Faxe nicht verloren, wenn der Papiervorrat im Gerät erschöpft ist); möglichst Sende- und Empfangsspeicher
  • Analog- oder ISDN-Geräte: Die bisher noch häufigste Gerätegattung, die G3-Faxe, schicken ihre Informationen über die analoge Telefonleitung. Hat man eine digitale Telefonleitung, wird die Vorlage vom Fax digitalisiert, in analoge Signale umgewandelt und für die Übertragung wieder digitalisiert: ziemlich viel Arbeit, die von G4-Geräten umgangen wird.

    Als reine ISDN-Faxe erfolgt die Übertragung schnell und in hoher Auflösung direkt digital. Allerdings funktioniert das nur dann, wenn zwei gleiche Geräte miteinander kommunizieren. Sonst müssen G4-Faxe auf G3-Niveau heruntergeschaltet werden. G4-Geräte sind bisher sehr teuer gewesen, allerdings kommen jetzt die ersten Geräte für um die 1 000 Euro auf den Markt.
  • Modemgeschwindigkeit: 9600 Bit pro Sekunde (bps) ist Minimum und nicht sonderlich schnell; 14400 bps ist gehobener Standard, 28800 bps besser und 64000 bps ISDN-Luxusklasse.
  • Wer auf derselben Telefonnummer Telefongespräche und Faxe empfangen will, kann sich ein Gerät mit einer Faxweiche (Auto-Switch) für die automatische Erkennung von Fax- und Telefonsignalen zulegen. Besser und sicherer ist aber auf jeden Fall jeweils eine eigene Nummer.
  • Weitere Zusatzfunktionen: automatische Fehlerkorrektur (ECM); zeitversetztes Senden und das Rundsenden an Gegenstellen; Anschlußmöglichkeit von Telefon und Anrufbeantworter; Zielwahlspeicher, Adreßbuchwahl; Speicherschutz bei Stromausfall (Batterie), um ständig empfangsbereit zu sein; Schnittstelle für den PC-Anschluß.

 

PC-Fax

Faxe müssen nicht unbedingt ausgedruckt und mit einem Faxgerät verschickt werden. Mit einem Faxmodem (normale Modems tun es meist) kann eine Datei direkt vom Rechner über die Telefonleitung geschickt werden; die Verschlechterung durch die relativ grobe Faxauflösung bei herkömmlichen Geräten entfällt damit – die Datei wird eins-zu-eins übertragen.

Leider hat das PC-Faxen seine Tücken. Zum einen erfolgt die Übertragung allzuoft nicht eindeutig, d.h. es bleibt unklar, ob das Fax angekommen ist oder nicht. Die Rückmeldung, ein Fax sei nicht übertragen worden, muß nicht zwangsläufig stimmen.

Die derzeitig auf dem Markt angebotene Software zeigt sich jedenfalls weitgehend unfähig, der Wahrheit entsprechende Übertragungszustände zu erkennen. Von Vorteil ist es in jedem Fall, wenn ein Faxgerät, bei dem das Modem ja eingebaut ist, auch an den PC angeschlossen werden kann. [1997]

(c) 1989–2008 Oliver Weiss Design Up! 
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